Pl. Mannschaften Sp. Tordiff. Pkt.
  1.
30 56 74
  2.
30 59 62
  3.
30 47 61
  4.
30 33 57
  5.
30 6 45
  6.
30 13 44
  7.
30 5 43
  8.
30 -7 43
  9.
30 -12 39
  10.
30 -10 38
  11.
30 -13 37
  12.
30 -20 31
  13.
30 -32 29
  14.
30 -50 27
  15.
30 -27 25
  16.
30 -48 21

 

Nach der Horrorsaison 2014/2015 wusste man im VfR-Lager nicht so recht wo man steht. So galt es als wichtigstes Ziel des neuen Trainerteams Mario Gailing und Michal Klein, die vielen Langzeitverletzten in die Mannschaft zu integrieren und wieder Spaß am Fußball zu bekommen. Man startete mit einer 2:8 Niederlage im Kreispokal gegen den späteren Meister aus Erdesbach. Dies sollte aber auch die letzte Pflichtspielniederlage auf dem heimischen VfR-Rasen gewesen sein.

Man kam ganz gut in die Saison. Am ersten Spieltag ging es zum Derby und Kerwespiel gegen Glanbrücken in St.Julian. Mit einem 3:1 Sieg fuhr man nach Hause.

Am 5. Spieltag reiste der VfR zur Revanche gegen Erdesbach nach Oberalben, musste sich aber nach einem äußerst fragwürdigen Elfmeter in der Nachspielzeit und zwei roten Karten noch mit einem 2:2 Unentschieden zufrieden geben.

Zwei Wochen später gab es dann die erste Saisonniederlage in Etschberg. Nachdem man mit 2:0 zur Halbzeit führte, ging das Spiel noch mit 2:3 verloren. In der folgenden Woche schlug man die sehr ambitionierte SG Föckelberg/Bosenbach nach einem tollen Spiel mit 2:1, ehe man am 9. Spieltag ein hisTORisches Derby beim SV Lauterecken mit 14:0 gewinnen konnte.

Am Winzerfest konnte man eine 2:1-Führung gegen 10 Krottelbacher nicht über die Zeit retten und kassierte in der Nachspielzeit den 2:2-Ausgleich. Allerdings standen zu diesem Zeitpunkt schon mehrere verletzte Spieler auf dem Platz, da man nicht mehr auswechseln konnte.

Mit einer Notelf fuhr man am folgenden Spieltag zum Tabellenführer nach Rammelsbach und wurde mit 5:1 nach Hause geschickt.

Bis zur Winterpause folgten sieben Siege in Folge, unter anderem ein 6:1 im Derby gegen Glanbrücken und ein 6:4 gegen einen mit Spielern aus ihrer ersten Mannschaft bespickten FV Kusel II. In Kusel konnte man sogar die Tabellenführung erlangen und somit überwinterte der VfR auf Tabellenplatz 1.

Nach der Winterpause und einer sehr guten Wintervorbereitung konnte man nicht an die Leistungen vor dem Jahreswechsel anknüpfen und ließ den späteren Meister Erdesbach/Dennweiler/Oberalben davonziehen. Der Relegationsplatz 2  war nun das alleinige Ziel.

Am 23. Spieltag kam es zu einem äußerst kuriosen Spiel in Bosenbach gegen die Kombinierten aus Föckelberg und Bosenbach. Nachdem der Schiedsrichter ein Foul gepfiffen hatte, schoss ein Spieler der SG den Ball ins Tor. Den Treffer gab der Unparteiische zur Überraschung aller Anwesenden. Das Spiel ging 3:1 verloren und der VfR legte Protest ein, da auch der Schiedsrichter seinen Fehler in einer fairen Stellungnahme einräumte. Es wurde ein Wiederholungsspiel angesetzt. Dieses Spiel wurde vormittags am Nachholspieltag vom Verband abgesetzt, weil Föckelberg zu viele Ausfälle hatte. Unsere Spieler hatten schon ihre Schichten getauscht, Termine verlegt, etc. Die Begründung vom Verband war, dass "der Klassenleiter alle Regularien eingehalten hat und dieses Spiel wegen seiner Brisanz eine längere Vorbereitungsphase verdient hat". Somit war die Begründung also gar keine Begründung und es kam wie es kommen musste. Zwei Wochen später wurde das Spiel wiederholt und der VfR hatte sieben Ausfälle zu verkraften, da sich einige Spieler in der Zwischenzeit verletzten und andere ihre Schicht nicht zurücktauschen konnten. Man verlor nach großem Kampf mit 1:2, stand aber immer noch auf dem Relegationsplatz.

Gegen den punktgleichen SV Rammelsbach führte man am 26. Spieltag zu Hause nach 5 Minuten schon mit 2:0, ehe man einen Platzverweis hinnehmen musste und Rammelsbach noch vor der Pause ausgleichen konnte. Nach dem Seitenwechsel ging Rammelsbach in Führung. 10 Offenbacher zeigten im Anschluss eine tolle Moral und schnürten den Gast in ihrer Hälfte ein. Nach dem Ausgleich hatte man sogar noch mehrere Großchancen zum Sieg, welcher aber nicht mehr gelingen sollte.

Vor dem letzten Spieltag lag man immer noch auf Tabellenplatz 2 und konnte mit einem Sieg in Ohmbach, die seit 9 Spielen ungeschlagen waren, den Relegationsplatz sichern. Dieses denkwürdige Spiel war an Dramatik und Tragik nicht zu übertreffen. Der VfR sollte das beste Saisonspiel abliefern und spielte Ohmbach von Beginn an an die Wand. Nach der 1:0 Führung nutzte Ohmbach allerdings einen katastrophalen Fehler zum Ausgleich. Nach der erneuten VfR-Führung konnte Ohmbach durch einen unnötigen Elfmeter zum 2:2 Pausenstand ausgleichen. Nach der Halbzeit zog der VfR mit 4:2 davon und erspielte sich eine hundertprozentige Chance nach der anderen, die alle im Gefühl des sicheren Sieges leichtfertig vergeben wurden. Ohmbach war zu diesem Zeitpunkt tot und konnte nicht mehr dagegen halten. Aus dem Nichts verkürzte der SVO in der 90. Minute auf 3:4. Der Schiedsrichter kündigte eine vierminütige Nachspielzeit an, die 12 Minuten dauern sollte. In der 98. Minute erzielte Ohmbach aus klarer Abseitsposition den Ausgleich, was den VfR um die Relegationsspiele brachte.

 

Alles in allem kann man mit dem 3.Platz zufrieden sein. Wie dieser entstand, war allerdings extrem. Aber an solchen "Niederlagen" kann eine Mannschaft auch wachsen. Aufgrund der unkonstanten Leistungen nach der Winterpause, hat man sich das Verpassen der Relegation selbst zuzuschreiben.

Mit 101 erzielten Treffer stellte man die mit Abstand beste Offensive und mit Michael Klein den Torschützenkönig der Liga mit 27 Treffern. 54 Gegentreffer waren allerdings auch einige zu viel.

 

Die Reserve mit seinem Trainer Jonas Gailing wurde souverän Meister.

 

 

 

 

 

Rheinpfalz-Berichte

RHEINPFALZ 20.07.15

Lokalsport

 

Übliche Verdächtige

Fussball-Saisonvorschau (1): Die B-Klasse Nord

Einen wirklichen Favoriten gibt es nicht für die kommende Saison in der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord. Aber jede Menge Kandidaten.
Das Aufstiegsrennen war in der vergangenen Spielzeit relativ früh entschieden. Verdient und souverän sicherte sich die TSG Burglichtenberg mit 75 Punkten die Meisterschaft und damit den Aufstieg. Fünf Punkte dahinter zog der SV Ulmet, für viele überraschend mit elf Punkten Vorsprung auf Rang drei in die Relegation ein, verpasste den Aufstieg aber nach zwei verdienten Niederlagen gegen den FV Bruchmühlbach.Ein klarer Favorit für kommende Saison auszumachen, ist nur schwer möglich. Wie in den vergangenen Jahren auch, muss man wohl die üblichen Verdächtigen zum Favoritenkreis zählen. Dazu gehört zum einen wohl wieder die SG Erdesbach-Dennweiler-Oberalben, aber auch auf den SV Ulmet muss man, nach der sehr guten vergangenen Saison, wieder ein Auge haben. Außerdem haben die SG Konken-Etschberg und die SG Föckelberg-Bosenbach sowie die zweite Mannschaft des VfB Reichenbach das Potenzial, um ganz oben mitspielen zu können. Zu den großen Unbekannten zählen sowohl Absteiger VfR Hundheim-Offenbach, als auch die beiden Aufsteiger, die zweiten Mannschaften des FV Kusel und der TSG Wolfstein-Roßbach. (dbu)

 

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Westricher Rundschau - Nr. 165
Datum Montag, den 20. Juli 2015

RHEINPFALZ 30.07.15

Lokalsport

 

Saisonauftakt mit Kerwespiel

FUSSBALL: SpVgg Glanbrücken/St. Julian in der B-Klasse gegen Hundheim-Offenbach – Philippe Lukas im Kasten

ST. JULIAN. Die B-Klasse Nord wartet zur Saisonouvertüre gleich mit einem echten Knaller im Glantal auf. Auf dem Rasenplatz in St. Julian trifft die SpVgg Glanbrücken/St. Julian am Freitagabend im Lokalderby auf A-Klasse-Absteiger VfR Hundheim-Offenbach.
Am Dienstagabend war Spionage für die SpVgg angesagt. Mit einem Großteil des Kaders beobachtete Trainer Harry Kihl den ersten Gegner bei dessen Kreispokalspiel gegen die SG Erdesbach/Dennweiler-Oberalben. Und was er da zu sehen bekam, dürfte ihm nicht gerade schlotternde Knie bereitet haben. Mit 2:8 wurden die Rasenspieler vom eigenen Feld gefegt. Aber Kihl weiß auch, dass morgen wohl ein paar andere Spieler beim VfR auf dem Feld stehen werden: „Wir werden die sicher nicht unterschätzen.“ Seiner Meinung nach wären die Offenbacher nicht aus der A-Klasse abgestiegen, hätte nicht das Verletzungspech so erbarmungslos zugeschlagen.Übermut ist aber auch gar nicht angebracht. Denn mit der Saisonvorbereitung war der Coach nicht zufrieden. „Wir hatten viele Verletzte, auch keine kleinen Dinge. Von großartig Einspielen konnte da nicht die Rede sein. Die Testspiele verliefen auch entsprechend weniger erfolgreich“, sagt er. Auch morgen wird wohl noch der eine oder andere Akteur fehlen, was Harry Kihl aber keineswegs den Optimismus nimmt. Aus der eigenen Überlegenheit, dem Ballbesitz mehr machen, lautet seine Forderung. Mit einem Unentschieden könnte der 43-Jährige laut eigenem Bekunden gut leben, „aber ich habe großes Vertrauen in meine Mannschaft und tippe auf einen 1:0-Heimsieg zur Glanbrücker Kerwe.“ Damit ließe sich sicherlich gut feiern.

Für die neue Saison wurde bei den Kombinierten erstmals ein einstelliger Tabellenplatz als Ziel ausgegeben. Im Vorjahr stand, vor allem dank einer hervorragenden Hinrunde, am Ende der sechste Platz zu Buche. Schwer tut sich Kihl damit, Favoriten zu benennen: „Ich denke, dass in dieser Klasse jeder jeden schlagen kann. Klar sind Erdesbach, Ulmet oder auch Föckelberg ambitioniert, gibt es mit den zweiten Mannschaften aus Wolfstein und Kusel gute und euphorische Aufsteiger. Aber da ist echt alles drin.“

Allen personellen Problemchen zum Trotz will Harry Kihl eine gute Nachricht unbedingt erwähnt wissen. Sein Keeper Philippe Lukas, gegen Ende der vorherigen Saison von einer sehr schweren Krankheit heimgesucht, ist auf dem Wege der Besserung, stieg im Juli sogar wieder in die laufende Vorbereitung ein. Dort war er „die absolut positive Überraschung und wird morgen sogar zwischen den Pfosten stehen.“ (rax)

 

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Westricher Rundschau - Nr. 174
Datum Donnerstag, den 30. Juli 2015

RHEINPFALZ 03.09.15

Lokalsport

 

Das Seuchenjahr hinter sich lassen

FUSSBALL: VfR Hundheim-Offenbach greift nach dem Abstieg in der B-Klasse an – „Wir haben keinerlei Druck“

 

OFFENBACH-HUNDHEIM. Nach fünf Spielen ungeschlagen, als Vierter bei nur zwei Punkten Rückstand auf Tuchfühlung zur Spitze – eine Position, mit der man beim VfR Hundheim-Offenbach gut leben kann. Drei weitere Punkte am Samstag (16 Uhr) gegen den SV Altenglan würden die gute Ausgangslage des VfR weiter stärken.
Im Jahr eins nach dem Abstieg aus der A-Klasse steht beim Glantal-Klub nicht der direkte Wiederaufstieg ganz oben auf der Agenda, sondern vielmehr die Hoffnung, eine Spielzeit ohne weitere schwer Verletzte auszukommen. Das Vorjahr war schlimm, Stammspieler fielen reihenweise wochen- und monatelang aus. „Die sind alle wieder da“, ist Neu-Trainer Mario Gailing froh, dass der Kader wieder an Breite zugenommen hat. „Michi Klein ist vom Niveau her fast wieder der Alte, auch Florian Schneider ist wieder mit dabei. Mein Bruder Jonas trainiert zumindest ab und an wieder mit. Und Daniel Weck spielt ebenfalls wieder, braucht aber noch Praxis und Zeit.“ Alleine die vier genannten Namen versprechen enorme Qualität. Qualität, die es braucht, um in der B-Klasse Nord eine gute Rolle zu spielen.Und auch der Saisonauftakt mit drei Siegen und zwei Remis war durchaus zufriedenstellend, wie Gailing sagt – auch wenn es spielerisch hie und da noch hapert. „Aber das kommt noch“, ist er sicher. Intern wurde das Ziel ausgegeben, einen Platz unter den ersten fünf Mannschaften zu erreichen. Betont wird jedoch, „dass wir keinerlei Druck haben, oben spielen zu müssen“.

Beim 2:2 am Sonntag bei den „Edos“ habe der VfR dann auch gesehen, dass er gegen die vermeintlichen Spitzenmannschaften der Liga mithalten könne, nachdem es gegen den gleichen Gegner einige Wochen zuvor im Kreispokal eine herbe 2:8-Klatsche gegeben hatte. „Das Ergebnis war okay. Aber natürlich war es ärgerlich, dass wir durch einen Elfmeter mit der letzten Aktion des Spiels das 2:2 bekommen haben“, sagt Gailing. Für ihn sind auch Föckelberg/Bosenbach und Geheimfavorit Rammelsbach potenzielle Konkurrenten im Kampf um einen Spitzenplatz. Allerdings schränkt er ein, dass ihm die Liga nicht allzu bekannt ist, einiges nach sechs Jahren Abwesenheit doch Neuland sei.

In jedem Fall habe der kommende Gegner, der SV Altenglan, durch den Pokalerfolg über das A-Klasse-Team aus Hüffler/Wahnwegen ein „dickes Ausrufezeichen“ gesetzt. Und so erwartet Gailing einen „unbequemen, aber gleichwohl auch machbaren Gegner“, gegen den es gelte, „von Beginn an voll da zu sein und Betrieb zu machen“. Personell könnte Mario Gailing aus dem Vollen schöpfen, wären da nicht noch beruflich bedingt einige Fragezeichen: „Aber ich tippe unabhängig davon auf einen 4:2-Heimerfolg.“ (rax)

 

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Westricher Rundschau - Nr. 204
Datum Donnerstag, den 3. September 2015

RHEINPFALZ 13.10.15

Lokalsport

FUSSBALl IM FOKUS

 

Axel Raudonat

B-Klasse Nord Dreikampf? Trennt sich nach etwas mehr als einem Saisondrittel schon die Spreu vom Weizen in der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord? Es scheint fast so, denn die SG Föckelberg/Bosenbach und der SV Rammelsbach (beide 28 Punkte) sowie die SG Erdesbach/Dennweiler-Oberalben (25) haben sich doch schon einen kleinen Vorsprung herausgespielt. Der Viertplatzierte VfR Hundheim-Offenbach weist schon vier Punkte weniger als die „Edos“ auf, der SV Ohmbach als Fünfter ist gar drei weitere Zähler zurück. „Droht“ der Liga also ein Dreikampf um die Plätze auf dem Treppchen, von denen lediglich der Beste am Ende das sichere Ticket in die A-Klasse bekommt und dem Zweiten die Chance über den Umweg Relegation eingeräumt wird? „Wenn man rein auf die Tabelle schaut, dann könnte es schon sein, dass die ersten Drei jetzt marschieren“, befindet Coach Timo Bäcker von der SG Föckelberg/Bosenbach, „ein kleiner Vorsprung ist da.“ Dennoch weiß Bäcker, dass eine solche Prognose zum jetzigen Zeitpunkt doch noch recht gewagt ist. „Die anderen Mannschaften sind jetzt auch noch nicht so weit weg, und die Saison ist noch lang. Es sind noch viele Punkte zu vergeben, und es kann auch sonst noch eine Menge passieren. Man denke nur an Verletzungen oder Sperren wichtiger Spieler.“ Natürlich hofft der „Föbo“-Coach, dass es am Ende nicht tatsächlich verletzungsbedingte Ausfälle sind, die das Titelrennen entscheiden. Und er hegt berechtigte Hoffnung, dass sein Team bis zum Schluss vorne dabei bleibt.

 

RHEINPFALZ 24.10.15

Lokalsport

 

Spaß am Fußball kehrt bei Kontrahenten wieder zurück

 

SPIEL DER WOCHE: B-Klasse-Vizemeister SV Ulmet hat sich nach Holperstart gefangen – Es kommt der auf Konsolidierungskurs steuernde VfR Hundheim-Offenbach

 

ULMET. „Es wird ja Zeit, dass wir von diesem Geholper mal wieder zurück auf geteerte Wege finden“: Markus Cappel umschreibt es doch deutlich: Im Mai hat sich sein Team vom SV Ulmet noch als Vizemeister gesonnt – die Folgesaison lief erst mal wie ein schlechter Film am SVU vorbei. Mittlerweile hat sich das Team etwas gefangen. Die nächste Bewährungsprobe aber wartet: Morgen (Anstoß 15 Uhr) ist der VfR Hundheim-Offenbach zu Gast. Der hat eine Horrorsaison hinter sich, ist allerdings auf bestem Wege der Genesung.
Damals, das war nicht die Runde des VfR. „So was hab’ ich in 19 Jahren als Fußballer noch nicht erlebt“, blickt Mario Gailing zurück auf jene Schreckensrunde, die in den sang- und klanglosen Abstieg aus der A-Klasse mündete. Die Auflistung schwerer Blessuren liest sich fürchterlich. Beinbrüche, Kreuzbandrisse, sogar Malaise an inneren Organen: Gewaltig gebeutelt, manchmal mit einem kleinen Häuflein angestammter Erstmannschaftsspieler auf dem Platz, war die Mannschaft einfach nicht mehr konkurrenzfähig. Die Ergebnisse waren entsprechend: „Wenn du immer wieder derart auf die Mütze kriegst, verlierst du natürlich die Lust“, bekennt Gailing. Das aber ist Schnee von gestern. So langsam kommen die von Verletzungen Gebeutelten wieder, schon jetzt allerdings ist die Freude am Fußballspielen wieder zurückgekehrt. Statt verloren im Keller herumzudümpeln, feiern die Glantaler Siege – ein neues Gefühl, das fast schon verloren schien nach der Pleiten-, Pech- und Pannen-Serie. Der Abstieg selbst sei indes weniger ein Beinbruch gewesen: „Ich denke, wir sind in der Kreisliga doch ganz gut aufgehoben. Hier gibt’s Derbys, wir fahren nicht so weit, spielen auch gut mit...“, meint Gailing.

Er selbst hat wieder Verantwortung übernommen für die Mannschaft, allerdings nicht alleine: Ihm zur Seite steht Michael Klein, der nun als Spielertrainer mit auf der sportlichen Kommandobrücke steht. Allerdings hat Klein auch nicht vergessen, dass man von noch was anderes erwartet: Wer derart trifft wie er, auch noch im freien Fall der Mannschaft, von dem wollen die Vereinsanhänger natürlich auch weiterhin viele Tore sehen. Klein scheint das mit links zu machen, hat offenbar einen eingebauten Torriecher. Schon wieder führt der Offenbach-Hundheimer die Liga-Torschützenliste an, hat bislang schon 16-mal eingelocht.

Vor ihm allerdings brauchen sich die Ulmeter heute nicht zu fürchten. Klein – in der vergangenen Runde selbst von schwerer Verletzung ereilt – wird morgen nicht auflaufen können, wie sein Trainerkollege Mario Gailing informiert. Vor Wochenfrist war für den Goalgetter vom Dienst nach einer Viertelstunde wegen einer Zerrung Feierabend, jetzt wird vorsichtshalber pausiert. Daniel Weck und Benjamin Schwambach sind zurück, bei Jonas Gailing wird es noch eine Weile dauern. Aber egal: Ausfälle in einer Größenordnung von weniger als einer Handvoll nimmt Gailing mit Humor – denn das ist kein Vergleich zur Vorsaison.

Jetzt geht’s nach Ulmet – mal sehen, was dort möglich sei, meint Gailing. Sein Team erwartet eine Gastgebertruppe, die noch nach dem rechten Tritt sucht, die ihrerseits jetzt von Pech verfolgt ist. „Davon sind wir ja in der vergangenen Saison verschont geblieben. Da sind mal zwei ausgefallen, dafür andere zurückgekommen – das war alles nichts Langwieriges“, sagt Markus Cappel. Dies war mit ein Grund dafür, dass der SVU eine so gute Rolle hat spielen können. Jetzt aber trifft es die Elf vom Glan doch herb: Derzeit liegen beispielsweise Björn Gutendorf und Felix Näher auf Eis, die beide in diesem Jahr nicht mehr werden angreifen können. Marcel Ohlrich und Patrik Metz werden ebenso ausfallen wie Florian Decker. „Müssen halt die Jungen ran. Vielleicht nicht schlecht, wenn man die ins kalte Wasser wirft“, will sich Cappel hinter in der Personalmisere gründenden Ausreden nicht verstecken.

Immerhin: Das Team steuert wieder einigermaßen auf Kurs, wenngleich weitere Korrekturen notwendig sind. „Wir müssen jetzt sehen, dass wir bis zur Winterpause noch ordentlich Punkte sammeln. Dann können wir den Blick langsam wieder nach oben richten“, sagt der Spielertrainer vor dem Glantal-Duell. Im VfR erwartet Cappel eine schwierige Aufgabe – die allerdings auch nicht unlösbar sei. „An einem guten Tag können wir – das ist ja nichts Neues und gilt für andere genauso – jeden anderen schlagen“, sagt Cappel. Und warum nicht wieder eine so beeindruckende Serie starten wie in der vergangenen Saison? Nicht unmöglich – aber Zukunftsmusik. Erstmals gelte es, auf ruhige, geteerte Spur zurückzufinden. (cha)

 

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Westricher Rundschau - Nr. 247
Datum Samstag, den 24. Oktober 2015

RHEINPFALZ 26.10.15

Lokalsport

 

Gäste siegen im Duell am Glan

Spiel der Woche: VfR Hundheim-Offenbach gewinnt 2:1 beim SV Ulmet und hält Kontakt zur Spitze

Von Christian Hamm

 


Ulmet. Genau im richtigen Moment hellwach: Die Mannschaft des VfR Hundheim-Offenbach hat gestern Nachmittag eine tiefschläfrige Phase des SV Ulmet ausgenutzt und so einen Dreier geschnürt. Mit dem 2:1 (0:0)-Erfolg im Glan-Duell hat sich der Absteiger nun im Spitzen-Quartett der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern festgesetzt – vier Zähler sind’s nur bis zum Platz an der Sonne.
Zwei Minuten waren regulär noch zu absolvieren, als Stefan Cappel einen Freistoß von der linken Flanke servierte und Markus Cappel zum Kopfball hochstieg: Matthias Schumacher aber zeigte sich auf dem Posten. Klasse Parade des VfR-Keepers, der in dieser 88. Minute wohl die drei Punkte festhielt. Erst neun Minuten zuvor waren die Hausherren noch mal herangekommen, hatten den Anschlusstreffer erzielt, der auch Weckruf sein sollte: Marcel Wagner war es, der einen direkten Freistoß ins Netz setzte – da hatte Schumacher nichts halten können. Klasse gemacht. Aber zu spät – beziehungsweise: Die Ulmeter hatten nichts mehr nachzulegen. Die letzte Gelegenheit der insgesamt ausgeglichenen Partie hatten sogar noch einmal die Gäste: Statt sich einzumauern, suchten sie auch nach dem Anschlusstreffer noch zielstrebig den Weg nach vorne. Über Joshua Bondorf war der Ball zum eingewechselten Marcel Jung gelangt, dessen Abschluss aber krönte den Konter nicht, sondern zischte knapp am Gehäuse von Bernd Veit vorbei.

Jenem Veit wiederum hatten es die Ulmeter zu verdanken, dass sie nicht früh ins Hintertreffen geraten waren. Vier aussichtsreiche Gelegenheiten hatte die Elf des Spielertrainer-Gespanns Mario Gailing/Michael Klein vor dem Wechsel liegenlassen. Veit reagierte wiederholt glänzend. Jedoch war auch er machtlos, als der VfR in Halbzeit zwei Ulmeter Schlafmützigkeit kalt ausnutzte.

In Halbzeit eins schon hatten sich die Gäste ein leichtes Übergewicht erspielt, aus ihren Chancen allerdings noch kein Kapital geschlagen. Doch kaum aus der Kabine gekommen, sollte sich das ändern: Genau 29 Sekunden waren nach dem Wiederanpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Andreas Walter Bauerfeld absolviert, als der Ball plötzlich hinter Veit einschlug: Ein Abwehrfehler auf der linken Seite war vorausgegangen. Nach einem neuerlichen Fehler, gefolgt von einem missglückten Klärungsversuch, bogen die Hausherren dann acht Minuten später unfreiwillig zur Verliererstraße ab: Falk Ginkel, für den schon nach einer halben Stunde verletzt ausgeschiedenen linken Defensivmann Marcel Ohlrich gekommen, erwischte Felix Lißmann statt den Ball. Den fälligen Strafstoß lochte Kapitän Matthias Schnitzer souverän ein.

„Hart, verdammt hart“, keuchte Gästecoach Mario Gailing nach 94 Spielminuten – fertig, aber auch erleichtert. „Spielerisch war da heute nicht viel mehr drin, das wussten wir“, resümierte Gailing mit Blick auf den Hartplatz. Ansonsten aber war die Marschroute aufgegangen. „Wir wussten ja auch, dass die mit der Viererkette anfällig sind, haben daher auch versucht, diagonal nach vorn zu spielen“, sagte Gailing, der den Sieg seiner Truppe insgesamt verdient fand.

„In der zweiten Hälfte waren wir stärker – leider hat es nicht gereicht. Aber immerhin: Man hat wieder gesehen, dass wir Moral haben“, sah Ulmets spielender Trainer Markus Cappel trotz der Niederlage auch Lichtblicke am Horizont. Gegenüber einigen Vorstellungen in jüngster Vergangenheit habe sich die Mannschaft doch merklich gesteigert.

Die verschlafenen zehn Minuten nach dem Seitenwechsel allerdings, die erwiesen sich letztlich als fatale Schwäche in einer von beiden Seiten sehr intensiv geführten, sicherlich aber nicht hochklassigen Begegnung. Die Offenbacher zählten mit dem Sieg auch weiterhin zum Zirkel des auf Schlagdistanz liegenden Führungs- Quartetts der B-Klasse, das nach der Niederlage der bis dato allein führenden SG Föckelberg-Bosenbach enger zusammengerückt ist, den auf Platz fünf notierten „Föbo“-Bezwinger VfB Reichenbach II aber weiterhin sieben Zähler auf Distanz hält.

 

So spielten sie

SV Ulmet: Veit – Ammann, Allmann, Stefan Cappel, Ohlrich (32. Ginkel) – Markus Cappel, Preis – Wagner, Horbach, Wolff - Scholz
VfR Hundheim-Offenbach: Schumacher - Lißmann, Clos (90. Graf), Lukas Weck, Schwambach (71. Mario Gailing – Wildberger, Christian Licht (84. Jung) – Schnitzer, Bondorf, Henn - Daniel Weck


Tore: 0:1 Wildberger (46.), 0:2 Schnitzer (54. Foulelfmeter), 1:2 Wagner (83.) – Gelbe Karten: Preis – Gailing, Clos – Beste Spieler: Veit, Ammann – Lukas Weck, Clos, Schnitzer – Zuschauer: 143 - Schiedsrichter: Bauerfeld (Schönenberg-Kübelberg). (cha)

 

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Westricher Rundschau - Nr. 248
Datum Montag, den 26. Oktober 2015

RHEINPFALZ 05.12.15

Vorbericht: FV Kusel II - VfR 05.12.15

Lokalsport

 

Talentschmiede soll sich gegen Favoriten beweisen

 

SPIEL DER WOCHE: Im Duell Aufsteiger gegen Absteiger treffen morgen in der B-Klasse Nord der FV Kusel II und der VfR Hundheim-Offenbach aufeinander

 

KUSEL. Titelaspirant gegen Abstiegskandidat, Zweiter gegen Drittletzter, erfahrene Elf gegen Grünschnabel-Truppe: Auf dem Papier spricht so ziemlich alles für die Gäste. Das aber soll bekanntlich nichts heißen; stünden Sieg oder Niederlage schon von vornherein fest, würde keiner mehr kicken. Und so geht denn auch die B-Klasse-Elf des FV Kusel II morgen (14.30 Uhr) nicht ohne Hoffnung in die Nachholbegegnung mit dem VfR Hundheim-Offenbach.
Das sei eigentlich eine Pflichtaufgabe, sagt denn auch Mario Gailing. Der Spielertrainer des VfR Hundheim-Offenbach hätte lieber erst im kommenden Jahr gespielt – nimmt aber auch die Punkte gern noch vor der Pause mit. „Die Kuseler Erste spielt am Sonntag nicht, also werden die wohl nachladen“, rechnet Gailing mit einem Gegner, der den einen oder anderen Akteur aus dem A-Klasse-Kader auflaufen lassen wird. „Aber das macht mir nicht groß Kopfweh. Damit müssen wir klarkommen. Wir schauen lieber auf uns selbst“, spricht Gailing mit dem Selbstbewusstsein, das dem B-Klasse-Spitzenteam zusteht. Nach dem bitteren, so sang- und klanglosen Abstieg hat sich die Truppe schnell gefangen, zählt – obwohl dies eigentlich gar nicht so geplant war – nach der Hälfte der Saison zu den ganz heißen Aufstiegsanwärtern. Und so hält sich Gailing auch nicht lange damit auf, allzu vernehmlich vor den Kuselern zu warnen. Klar, da werde sich mächtig Widerstand regen. Aber die Elf aus dem Glantal sollte doch stark genug auftreten, um die Punkte beim Aufsteiger unter Dach und Fach zu bringen. Denn es läuft prima bislang bei Gailings Truppe: „Wir sind von Verletzungspech verschont geblieben“, freut sich Gailing, wohlwissend, was echtes Pech anrichten kann: Eine regelrechte Seuche hatte die Mannschaft in der vergangenen Saison aus der Bahn geworfen.

Sogar zwei Neuzugänge meldet Gailing: Aus Gangloff kommt Marcel Kolb, den der Coach als große Verstärkung betrachtet, aus Lauterecken kommend hat Nico Klemm beim VfR angeheuert. Damit bieten sich weitere Alternativen. Florian Schneider hat jüngst durchgespielt, nach seinem Kreuzbandriss große Fortschritte gemacht. Dieselbe schlimme Verletzung hat Jonas Gailing überstanden, der ebenfalls im neuen Jahr wohl wieder an Bord ist. „Damit haben wir 17, 18 Spieler, die wir in der Ersten einsetzen können, ohne dass ein Qualitätsverlust spürbar wird“, sagt der Trainer. Er selbst wird zuschauen, auch Felix Schwambach, der zuletzt „immer die Zähne zusammengebissen“ hat, wird nicht auflaufen können. „Macht aber gar nichts. Die anderen regeln das“, gibt sich Gailing optimistisch.

Pessimismus ist auch Harry Simon fremd, obwohl sich seine Truppe in anderen Tabellengefilden tummelt. Trotzdem sieht er den Kuseler Nachwuchs auf bestem Wege. „Wir sind nicht so schlecht. Da braucht man doch bloß mal die Rammelsbacher und die Ulmeter zu fragen. Da haben wir sehr gut mitgehalten, hatten viel Pech“, spricht Simon die beiden Heimspiele ein, bei denen seine Elf habe Lehrgeld zahlen müssen. Außerdem: „Wir haben – erste und zweite Mannschaft zusammen – 15 verletzte Spieler. Das heißt auch: Wir müssen nach oben abgegeben. Geht halt nicht anders“, nennt Simon Zwänge, die sich – wie er mit optimistischem Blick nach vorne sagt – nach der Winterpause wohl weitgehend erledigen.

Denn so einige werden zurückerwartet. Und: Simon kann auf zwei weitere Akteure aus seinem Talentschuppen bauen: Sein Sohn Fabian sowie Oluwatobi Oloyede dürfen ab dem neuen Jahr ebenfalls bei den Aktiven mitmischen. Im Mai hat Simon mit der FVK-A-Jugend Meisterschaft gefeiert. Die neu formierte Mannschaft spielt nun sogar in der Landesliga eine hervorragende Rolle. Heute ist Simon mit dem Nachwuchs in Winnweiler zu Gast, kann auf Platz zwei vorpreschen. Und er hofft dann auch morgen auf zählbaren Erfolg, wenn die zweite Aktivenmannschaft gegen den Favoriten nachsitzen muss.

Simons Truppe hat zuletzt einen Altersschnitt von 19,4 Jahren auf den Platz gebracht – „mich selbst hab’ ich da aber rausgerechnet“, sagt der Routinier lachend. Ran aber muss er zurzeit, weil es eben an allen Ecken und Enden noch klemmt. Das wird sich ändern: „Wenn alle wieder da sind und ich die Talente aus der A-Jugend mitzähle, könnten wir fast drei Teams stellen.“ So ist Simon um die Zukunft nicht bange – auch nicht um die nahe Zukunft. „Wir werden den Klassenverbleib schaffen. Ganz sicher.“ (cha)

 

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Westricher Rundschau - Nr. 283
Datum Samstag, den 5. Dezember 2015

RHEINPFALZ 07.12.15

Spiel der Woche: FV Kusel II - VfR (zweiteilig) 07.12.15

Lokalsport

 

VfR überwintert an der Spitze

SPIEL DER WOCHE: Daniel Weck ballert Hundheim-Offenbach zu 6:4-Sieg bei Kusel II

Von Christian Hamm

 


KUSEL. Der Ärger über die Begleitumstände der Nachholpartie ist verflogen, stattdessen darf die Weihnachtsfeier am Glan noch einen Tick fröhlicher ausfallen. Denn das Team des VfR Hundheim-Offenbach überwintert jetzt als Tabellenführer der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord. An die Spitze geschossen hat sich der VfR gestern Nachmittag mit einem 6:4 (3:2)-Erfolg beim FV Kusel II. Matchwinner war Daniel Weck, der gleich viermal zulangte.
Zehn Treffer, drei Elfmeter, ungezählte Torraumszenen, Chancen gehäuft auf beiden Seiten: Hauptgewinn waren gestern in der Winterhelle die Zuschauer. Auch wenn einige von ihnen unter Pulsrasen litten. Zu dem haben aber nicht nur die Kicker beigetragen, sondern in erster Linie der 23. Akteur auf dem Platz. Der unparteiische Reimund Conrad hat zum gestrigen Nikolaustag einen geradezu unglaublichen Stiefel zusammengepfiffen. Mehr als fragwürdig die ersten beiden Elfmeter-Entscheidungen; als es dann wirklich einen für die Gäste hätte geben müssen, Christopher Hagner den zum Kopfball hochsteigenden Joshua Bondorf vorm Tor nach unten zog, blieb die Pfeife stumm. Wenigstens benachteiligte der Schiri beide Teams abwechselnd, statt nur einseitig falsch zu entschieden. Die Krönung aber war ein übler Kommentar: Als einmal mehr Unmut laut wurde, VfR-Spieler mit einem Pfiff nicht einverstanden waren, höhnte Conrad laut über den Platz: „Nächstes Mal schieß’ ich eure Elfmeter selbst rein...“

Das war ein Seitenhieb auf Michael Klein. Der sonst so treffsichere Offenbacher hat nämlich gestern gleich doppelt aus elf Metern versiebt. Beide Male parierte Kusels Keeper – beide Male allerdings ein anderer. In Halbzeit eins hatte Aljoscha Buch schon in der 2. Minute Kleins Elfer entschärft, im zweiten Durchgang hatte sich der für den starken Buch eingewechselte Jannik Even als Strafstoßkiller erwiesen (48.) Es war nicht Kleins Tag gestern; der zum Trainerteam zählende Mittelfeldmann versemmelte noch ein dickes Ding, traf aber wenigstens einmal, als er seine Elf zum 2:1 in Führung brachte (22.). Zwei Minuten zuvor hatte Daniel Weck erstmals zugeschlagen. Als ein Freistoß vom Pfosten zurückprallte, kam Daniel geflogen und köpfte ein. Marcel Häßel hatte zuvor in der 12. Minute das 1:0 für die Hausherren erzielt, von Philip Steuers Vorarbeit profitiert.

Die Kuseler boten gestern eine starke Offensivreihe auf: Häßel, Steuer und der erstmals seit September wieder aufgelaufene Artur Lichtenwald sind Stammspieler bei der A-Klassen-Truppe. Dass die Kuseler Erste gestern, obwohl mit einer Partie im Rückstand, spielfrei hatte, war vorab auf Ärger bei den Gästen gestoßen. Vergessen: Die drei Offensiv-Asse sowie der dahinter Dampf entfachende Suren Chaschatrian setzten zwar die Akzente, das aber sollte nicht reichen, um gegen den Absteiger Zählbares zu holen. Denn hinten war gestern trotz guter Torhüterleistungen so etwas wie Tag der offenen Tür.

„Wir haben es jetzt mal mit der Dreierkette versucht. Hat nicht so geklappt. Die Jungs sind doch noch etwas zu grün“, wollte Harry Simon seiner Mannschaft hinterher aber keine Vorwürfe machen. Simon selbst hatte schon nach fünf Minuten wegen einer Zerrung passen müssen. „Wir können aber auch nicht in jedem Spiel acht Tore machen, damit es reicht“, sagte Coach Johan Steuer doch deutlich, dass die Defensivleistung alles andere als okay war. Mit der Darbietung seiner Mannschaft war allerdings auch VfR-Trainer Mario Gailing nicht zufrieden. „Hört sich vielleicht blöd an, wenn man sechs Tore macht. Aber wir lassen einfach viel zu viele Chancen aus“, haderte der Coach.

Einzig auf Weck war in dieser Hinsicht Verlass. „Er kommt immer besser in Fahrt“, sagte Gailing mit Blick auf Wecks lange Verletzungspause. Na, dann dürfte der Stürmer aber eine Trumpfkarte sein im Aufstiegskampf.

 

So spielten sie

FV Kusel: Buch (46. Even) – Didun, Gistl, Hagner – Simon (5. Möller), Chaschatrian – Bolenbach, Häßel, Schwehm (62. Stannik) – Philip Steuer, Lichtenwald

VfR Hundheim-Offenbach: Schumacher – Lerge, Lukas Weck, Graf (83. Schwambach) – Christian Licht (70. Gailing) – Henn (90.+4 Bäcker), Wildberger, Klein, Schnitzer – Daniel Weck, Bondorf

 

Tore: 1:0 Häßel (12.), 1:1 Daniel Weck (20.), 1:2 Klein (22.), 2:2 Philip Steuer (30. Foulelfmeter), 2:3 Schwehm (45. Eigentor), 3:3 Häßel (48.), 3:4 Daniel Weck (71.), 3:5 Daniel Weck (76.), 4:5 Philip Steuer (89.), 4:6 Daniel Weck (90.+5) – Gelbe Karten: Chaschatrian, Schwehm, Philip Steuer, Gistl – Graf, Lukas Weck, Klein – Beste Spieler: Chaschatrian, Häßel – Daniel Weck, Schumacher, Christian Licht – Zuschauer: 96 – Schiedsrichter: Conrad (Baumholder). (cha)

 

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Westricher Rundschau - Nr. 284
Datum Montag, den 7. Dezember 2015

 

RHEINPFALZ 21.12.15

Lokalsport

 

Spannend wie selten zuvor

ZWISCHENBILANZ (2): Mehr als die Hälfte der Teams in der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord abstiegsbedroht

 

Kusel (rax). Ein mutmaßlicher Vierkampf um die ersten beiden Tabellenplätze, ein ganz kleines Mittelfeld und ein Abstiegskampf, der noch mehr als die Hälfte der Mannschaften umfasst. Das bietet ab Ende Februar die B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord. Keine Frage: Die Liga ist so spannend wie selten zuvor.

 

Die SG Föckelberg/Bosenbach, der SV Rammelsbach sowie die SG Erdesbach/Dennweiler-Oberalben waren immer mal wieder ganz oben in der Tabelle aufgetaucht. Weihnachtsmeister wurde aber der VfR Hundheim-Offenbach. 42 Punkte hat der A-Klasse-Absteiger aus seinen 18 Partien holen können – ein Pünktchen mehr als die punktgleichen Verfolger, die „Edos“ und Rammelsbach. Mit vier Zählern weniger sind auch die „Föbos“ noch lange nicht aus dem Rennen. Eine Prognose abzugeben, wer den direkten Sprung in die A-Klasse schafft und wer sich in der Relegation mit dem Vizemeister der Südstaffel messen darf, fällt schwer. Da ist der Tabellenführer, mit Ausnahmekönnern wie Michael Klein oder Daniel Weck. Da sind die Erdesbacher, die etwa Offensivspieler Leutrim Kadrija oder die Heyd-Brüder Marcel und Dominik in ihren Reihen haben – allesamt ehemalige Verbandsligakicker. Rammelsbach hat beispielsweise den starken Torjäger Marvin Höbel entgegenzusetzen, und die SG Föckelberg/Bosenbach kann auf den breitesten Kader der Liga und den herausragenden Keeper Markus Liesenfeld zurückgreifen.

Ohne Zweifel stehen die vier derzeitigen Spitzenteams absolut berechtigt dort oben. Die Offenbacher haben die beste Ausgangsposition, allerdings setzt Trainer Mario Gailing seine Truppe keineswegs unter Druck: „Bei uns läuft es jetzt besser als zu Beginn. Mit der Tabellenführung hatten wir nicht gerechnet, sie ist aber eine schöne Momentaufnahme. Natürlich wollen wir oben dabei bleiben, aber welcher Platz am Ende 'rausspringt, ist Nebensache. Wichtig ist, dass wir weiterhin viel Spaß haben, die Trainingsbeteiligung so gut bleibt und wir ohne schwere Verletzungen durch die Runde kommen.“

Turbulent zugehen wird es auch im Abstiegskampf. Dort müssen sich noch so einige Mannschaften Gedanken machen. Selbst für den Achtplatzierten, den SV Altenglan (23 Punkte), sind es nur fünf Zähler Vorsprung auf Rang 13, der unter Umständen den Gang in die C-Klasse bedeuten könnte. Auf jenem Platz 13 ist derzeit die SG Krottelbach/Frohnhofen/Langenbach (18 Punkte) notiert.

Ein Blick in die C-Klassen sowie auf die Abstiegssituation in Bezirksliga und A-Klasse lässt aber vorausahnen, dass im Mai 2016 wohl maximal zwei Vereine werden absteigen müssen. Momentan würde es den SV Einöllen (zwölf Punkte) sowie die Zweitvertretung der TSG Wolfstein-Roßbach (13) treffen. Die kleinen „Rowos“ müssen zudem darauf hoffen, dass die erste Mannschaft nicht aus der A-Klasse runter muss – denn dann wäre der Abstieg in die C-Klasse für die zweite Mannschaft ohnehin besiegelt.

Weil es so eng zugeht, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Entscheidung über die letztlichen Platzierungen erst nach dem letzten Spieltag am 21. Mai fallen wird – in dann anzusetzenden Entscheidungsspielen. Solche blühen natürlich auch an der Tabellenspitze, sollten die dort platzierten Teams weiter so eng beieinanderbleiben. Die B-Klasse KUS-KL Nord bleibt spannend...

 

Die Tabelle

1. VfR Hundheim-Offenbach/Hinzweiler
18 Spiele/42 Punkte
2. SG Erdesbach/Dennw.-Obera. 18/41
3. SV Rammelsbach 18/41
4. SG Föckelberg/Bosenbach 18/38
5. VfB Reichenbach II 18/28
6. SV Ulmet 18/26
7. SG Konken/Etschberg 18/25
8. SV Altenglan 18/23
9. SV Ohmbach 17/22
10. SG Haschbach-Schellweiler 18/22
11. SpVgg Glanbrücken/St. Julian 18/20
12. SV Lauterecken 18/19
13. SG Krottelbach/Frohnh./Lang.18/18
14. FV Kusel II 17/16
15. TSG Wolfstein-Roßbach II 18/13
16. SV Einöllen 18/12

 

RHEINPFALZ 05.03.16

Spiel der Woche: VfR - SG Erdesbach (zweiteilig) 07.03.2016

Lokalsport

 

Richtungsweisendes Spiel

Spiel der Woche: In der B-Klasse Nord trifft der VfR Hundheim-Offenbach auf die führenden „Edos“

HINZWEILER. Diese Partien-Konstellation hätte man sich an einem sonnigeren und wärmeren Wochenende gewünscht: Die „großen Vier“ der B-Klasse Nord treffen in zwei direkten Duellen aufeinander. Während der Tabellenvierte SV Rammelsbach die SG Föckelberg-Bosenbach empfängt, steigt zeitgleich das Spitzenspiel Zweiter gegen Erster – und das auf dem Hartplatz in Hinzweiler (!). Dort erwartet die Elf des VfR Hundheim-Offenbach am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) Tabellenführer SG Erdesbach-Dennweiler-Oberalben.
Der „Wintermeister“ hat kurz vorm großen Duell den Kontrahenten noch an sich vorbeiziehen lassen müssen. „Ist etwas unglücklich gelaufen“, sagt Mario Gailing. Klar, dass der Trainer sein Team vom VfR Offenbach-Hundheim gern als Spitzenreiter ins Match mit den „Edos“ geschickt hätte. „Dann hätte ein Punkt gereicht, um vorn zu bleiben – aber auf einen Punkt spielen ist eh Unsinn.“ Mit einem Zähler hat sich der Absteiger vor Wochenfrist begnügen müssen. Dabei war im Jahres-Auftaktspiel beim VfR Reichenbach II viel mehr drin. Das kann übrigens Gailings gegenüber Sascha Bottelberger bestätigen. Der „Edo“-Trainer hat die Partie verfolgt: „Nicht zu glauben. Die Offenbacher hätten haushoch gewinnen müssen ...“ „Wir hatten gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, Chancen genug, sechs, sieben richtig große – aber wir haben sie halt nicht nutzen können“, schaut Gailing zurück, der sich nach eigenen Worten vorgekommen ist wie bei einem Handballspiel. „Die stehen mit zehn Mann hinten drin, wir schieben den Ball hin und her“, beschreibt er – Lücken waren schwer zu finden. 2:2 hieß es am Ende – Schwamm drüber: „Mit der Leistung war ich eigentlich zufrieden“, bekundet Gailing. Und er schaut nach vorn: Die „Edos“ werden sicher keinen Beton anrühren, eher schon das Heft selbst in die Hand nehmen. „Das ist mir auch lieber so. In unseren erfolgreichen A-Klasse-Zeiten haben wir auch lieber den Gegner kommen lassen und uns dann auf unsere schnellen Spitzen beim Kontern verlassen“, sagt der Trainer.

„Wir haben gut trainiert, wir sind gut drauf“, sieht Gailing gute Voraussetzungen für die Top-Partie wie für den Rest der Runde: Die Vorbereitung sei gut gelaufen, 18 bis 20 Leute im Training – das sei mehr als zufriedenstellend. Ganz sorgenfrei aber läuft der VfR morgen nicht auf der harten Heimstätte des Kooperationspartners SV Hinzweiler auf: Michael Klein, die Torgefahr in Person, wird wegen einer Zerrung wohl passen müssen. Ob Daniel Weck aufläuft, entscheidet er selbst – er hat im Winter eine Operation überstehen müssen. Ob es reicht, wird sich zeigen. Felix Schwambach wird zur Not die Zähne zusammenbeißen, hat er dem Coach signalisiert, weil Akteure für die linke Seite zurzeit rar sind. Florian Schneider fehlt beruflich bedingt. Wenigstens wird Marcel Kolb spielen können – und Jonas Gailing steht ebenfalls bereit, um „vielleicht eine Viertelstunde, 20 Minuten was zu bewegen“, deutet der Trainer an, dass sein durch Kreuzbandriss lange auf Eis liegender Bruder auf dem Weg zurück ist.

Im Gegensatz zum VfR hat die SG zum Jahresauftakt gewonnen. Aber eine Galavorstellung sei das nicht gewesen, sagt Coach Sascha Bottelberger: „Eher Kampf und Krampf.“ Aber wer frage heute noch danach: Das Zustandekommen wäre erst recht uninteressant, sollte es den „Edos“ gelingen, morgen nachzulegen. „Definitiv ist es mein Ziel, die Mannschaft in der nächsten Runde in der A-Klasse zu betreuen“, sagt Bottelberger – und spricht damit die Zukunft an, die gerade erst in trockene Tücher gebracht worden sei. Jahre lang hat das Team an die Tür zur A-Klasse geklopft – Bottelberger will sie diesmal aufstoßen.

Die Vorbereitung sei gut verlaufen, bei vier bis fünf Einheiten die Woche hat der Spielertrainer seine Mitstreiter rangenommen. Mit Leutrim Kadrija, der noch 14 Tage pausieren muss, und Mario Bräutigam fallen allerdings zwei Stützen des Teams aus. Max Gutensohn wird nach seiner Verletzung wohl ohnehin erst in der neuen Runde wieder angreifen können.

Aber Bottelberger weiß ja Alternativen in der Hinterhand. Und nennt ein Beispiel: Daniel Werner habe in der Vorrunde kaum eine nennenswerte Rolle gespielt. Jetzt sei er zum Gewinner der Vorbereitung avanciert, habe klasse Testspiel-Leistungen gezeigt. „Er weiß jetzt, was ich von ihm erwarte“, freut sich der Trainer. Bottelberger warnt vorm richtungsweisenden Spiel: „Eine gefährliche Mannschaft, die auch hervorragende Einzelspieler hat.“ (cha)

 

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Westricher Rundschau - Nr. 55
Datum Samstag, den 5. März 2016

RHEINPFALZ 07.03.16

Spiel der Woche: VfR - SG Erdesbach (zweiteilig) 07.03.2016

Lokalsport

 

„Edos“ bauen Vorsprung aus

SPIEL DER WOCHE: Spitzenreiter gewinnt verdient mit 2:0 beim Tabellenzweiten VfR Hundheim-Offenbach

Von Christian Hamm

 


HINZWEILER. Na, das lief aber gestern mal so ganz nach Plan für den ambitionierten Spitzenreiter, der es ja diesmal endlich packen will: Das Team der SG Erdesbach-Dennweiler-Oberalben hat mit einem 2:0 (2:0)-Erfolg im Top-Spiel der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord den direkten Kontrahenten VfR Hundheim distanziert. Mit vier Punkten Vorsprung preschen die „Edos“ jetzt ins letzte Drittel der Saison.
Weil sich der SV Rammelsbach und die SG Föckelberg-Bosenbach im zweiten Spitzenspiel gestern Nachmittag 1:1 trennten, hat die Elf von Trainer Sascha Bottelberger als einzige aus dem Führungsquartett einen Sieg gefeiert. „Das ist doch schon mal was. So kann’s jetzt von uns aus weitergehen“, meinte Bottelberger nach dem Schlusspfiff einer zähen, nur selten ansehnlichen Partie. Richtig zufrieden konnte auch der Gästecoach eigentlich nur mit dem Dreier sein. „Wir haben wieder nicht gut ins Spiel gefunden, uns die ersten zehn Minuten doch schwer getan“, blickte Bottelberger auf die holprige Anfangsphase zurück. Über die lässt sich guten Gewissens der Mantel des Schweigens hüllen. Viel Krampf, wenig spielerische Momente – das war über weite Strecken gar nichts. Jens Langs Freistoß, der von rechts kommend in den Strafraum segelte und die Linie entlangtrudelte, war das erste echte Alarmsignal fürs Gehäuse der Gastgeber (16.). Lang mischte auch beim Führungstreffer mit: Mit einer Einzelaktion des rechten Flügelspielers – der in der Pause passen musste und mit dicker Knöchel-Schwellung vorsichtshalber Richtung Krankenhaus statt Richtung Hundheimer Tor steuerte – wurde die einheimische Defensive noch fertig. Nicht aber mit Dominik Heyds Distanzschuss: Nachdem Langs Versuch geblockt worden war, hielt Heyd gezielt drauf und traf in Minute 25 zur Führung für die inzwischen dominierenden Gäste.

Die legten denn auch recht schnell nach: Nach einem Fehler im nicht immer sonderlich sattelfesten Defensivverbund durfte „Edo“-Stürmer Daniel Werner alleine von der Mittellinie aus davoneilen und souverän zum 2:0 aus Gäste-Sicht einschieben. Da schien der Drops eigentlich schon gelutscht: Zu unkoordiniert gerieten die Offensivbemühungen der „Hausherren“, die zum gestrigen Heimspiel auf den Hartplatz bei Kooperationspartner SV Hinzweiler gewichen waren. Die Austragung war schon lange dort vorgesehen, erwies sich jedoch auch angesichts des Wetters als gute Fügung.

Der sehr agil auftretende Werner hätte kurz vorm Pausenpfiff den Deckel schon draufmachen können. Tim Schröer schickte den starken Sven Hobstetter mit gutem Pass auf den Weg zum 3:0. Matthias Schumacher parierte, Werner setzte den Abpraller an die Latte. War in dem Moment für die Gastgeber noch Glück im Spiel, stellte allerdings ein Akteur im VfR-Trikot mit dem Pausenpfiff noch schnell eine Weiche zum Erfolg des Gegners: Mirko Graf, bereits mit Gelb vorbelastet, fuhrt nach Aussage von Schiedsrichter Matthias Funk noch mal den Ellbogen gegen einen Gegner aus. Gelb-Rot war die Quittung.

Zu Zehnt spielten die Hundheim-Offenbacher allerdings besser als im ersten Durchgang. „Wir haben ja versucht, noch mal Wind zu machen, das ist auch so halbwegs gelungen. Aber mit einem Mann weniger ist das halt verdammt schwer“, konstatierte Trainer Mario Gailing. Er sprach von einem „hochverdienten Sieg“ des Widersachers. „Man hat auch gemerkt, dass manche bei uns nicht fit sind“, sagte Gailing mit Blick etwa auf Daniel Weck und Michael Klein. Sie sind noch nicht wieder die Alten, Klein hatte kurzfristig grünes Licht für seinen Einsatz gegeben, ausgezahlt hat es sich indes nicht.

In Halbzeit zwei starteten die Gäste einige Konter, die sie aber nicht in Zählbares ummünzen konnten. In der 66. fehlten Daniel Werner nur Zentimeter zu einem Treffer Marke „Tor des Monats“: Auf Flanke Dominik Heyds setzte er einen spektakulären Seitfallzieher haarscharf am Tor vorbei. Schon in der 48. Minute hatte Steven Heß per Kopf nach Maßflanke von Marcel Heyd Alu getroffen.

So spielten sie

VfR Hundheim-Offenbach: Schumacher – Lißmann, Lukas Weck, Graf – Christian Licht (83. Mario Gailing), Kolb – Klein, Henn, Schwambach (71. Wildberger), Schnitzer – Daniel Weck

SG Erdesbach-Dennweiler-Oberalben: Metzger – Kappus (87. Schröck), Fauß, Becker, Heß – Weber, Dominik Heyd – Lang (45. Marcel Heyd), Schröer, Hobstetter (73. John) – Werner

Tore: 0:1 Dominik Heyd (25.), 0:2 Werner (32.) – Gelbe Karten: Graf, Kolb, Lukas Weck – Kappus – Gelb-Rote Karte: Graf (45.+2) – Beste Spieler: Licht, Schnitzer – Hobstetter, Werner, Heß, Becker – Zuschauer: 143 – Schiedsrichter: Funck (Weinsheim). (cha)

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Westricher Rundschau - Nr. 56
Datum Montag, den 7. März 2016

RHEINPFALZ 08.03.16

Lokalsport

FUSSBALL IM FOKUS

 

B-KLASSE NORD

Spitzenspiele

War das der Big Point für die „Edos“? Durch den Erfolg in unserem „Spiel der Woche“ beim VfR Hundheim-Offenbach/Hinzweiler und das gleichzeitige Remis der Konkurrenten aus Rammelsbach und Föckelberg/Bosenbach (1:1) könnte sich die Truppe von Sascha Bottelberger in den verbleibenden zehn Spielen sogar eine Niederlage leisten und würde trotzdem weiter den Platz an der Sonne behaupten. 47 Punkte stehen vor dem letzten Saisondrittel zu Buche, das sind vier mehr als der VfR auf seinem Konto hat, Rammelsbach und die „Föbos“ sind einen weiteren Zähler dahinter. Obgleich auch das Restprogramm durchaus machbar für die Spielgemeinschaft erscheint – die Konkurrenz wird die Flinte sicher nicht schon vorab ins Korn werfen und will garantiert weiter für Spannung sorgen. Und mal ehrlich, ein entscheidender letzter Spieltag am 21. Mai, wenn noch zwei, drei oder vier Mannschaften um den Titel spielen, das hätte schon was – zumindest für den neutralen Beobachter. In Erdesbach, Dennweiler und Oberalben wird man das aber wohl eher anders sehen ...
 

 AXEL RAUDONAT

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Westricher Rundschau - Nr. 57
Datum Dienstag, den 8. März 2016

RHEINPFALZ 17.03.16

(zweiteilig) 17.03.2016

Lokalsport

 

Platz zwei ist jetzt das Ziel

Fussball: VfR Hundheim-Offenbach will am Sonntag in die Erfolgsspur zurück

OFFENBACH-HUNDHEIM. Aus einem Vierkampf um die Meisterschaft ist ein Dreikampf geworden – aber um Platz zwei! Der Platz an der Sonne in der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord scheint vergeben. Um den Relegationsplatz streiten sich die SG Föckelberg/Bosenbach, der SV Rammelsbach und der VfR Hundheim-Offenbach/Hinzweiler. Der VfR spielt am Sonntag (15 Uhr) zu Hause gegen die SG Konken/Etschberg.
Als Tabellenführer ging der VfR in die Winterpause. Drei Spiele später ist er zwar immer noch Zweiter, aber mit satten sieben Punkten Rückstand auf die SG Erdesbach/Dennweiler-Oberalben (50 Punkte). Einen Punkt hinter den Offenbachern (43) lauern die SG Föckelberg/Bosenbach und der SV Rammelsbach (je 42). Die drei liefern sich momentan ein Schneckenrennen um Platz zwei, bei dem keiner konsequent punktet.Ein Zähler aus drei Spielen – 2:2 in Reichenbach, 0:2 gegen Erdesbach, 1:5 in Altenglan – ist viel zu wenig für die Ambitionen der Offenbacher. „Wir wissen nicht so richtig, woran es liegt. Personell sind wir eigentlich gut aufgestellt, das kann keine Ausrede sein“, sagt Trainer Mario Gailing. Der Ausrutscher in Reichenbach könne passieren, doch die Auftritte gegen den Tabellenführer („Ein grottenschlechtes Spiel von Beiden, nur waren wir noch schlechter“) und in Altenglan („Da haben wir nach dem 1:1 viele katastrophale Fehler gemacht“) waren eine bittere Enttäuschung. „Erdesbach ist jetzt durch. Die lassen sich sieben Punkte Vorsprung nicht mehr nehmen. Für uns geht es um Platz zwei gegen Föckelberg und Rammelsbach“, gibt der Trainer die neue Zielsetzung vor.

Allerdings braucht es dafür mehr Konstanz. Insgesamt ist man beim VfR aber in der ersten Saison nach dem Abstieg aus der A-Klasse durchaus zufrieden, bestätigt Gailing: „Wir haben ein bisschen gebraucht, dann aber gute Spiele gehabt und auch tollen Fußball gespielt. Nur schade, dass wir die gute Ausgangsposition zur Winterpause hergeschenkt haben.“

Zumindest guter Fußball wird notwendig sein, um an der Rückkehr in die A-Klasse zu arbeiten – was wohl nur noch über die Relegation möglich ist. Doch in welcher Liga der VfR in der Saison 2016/2017 auch spielt, Mario Gailing bleibt gemeinsam mit Michael Klein für die sportlichen Belange verantwortlich. „Da wurden wir uns schnell einig. Wir haben auch nicht lange gebraucht, um zuzusagen“, erklärt der 36-Jährige.

Am Sonntag erwartet er endlich wieder drei Punkte. Zu Gast wird dann die SG Konken/Etschberg sein. „Ein kampfstarker Gegner, der uns das Leben schwer machen wird. Da brauche ich nur an das Hinspiel zu erinnern“, mahnt der Coach zur Achtsamkeit. Damals verlor seine Truppe nach 2:0-Führung noch 2:3. Das soll sich nun möglichst nicht wiederholen. Aufgrund der jüngsten Ergebnisse werde es sicher personelle Umstellungen geben, kündigt der Trainer an. Dennoch rechnet er mit einem Sieg. Sein Tipp und die Begründung sind allerdings außergewöhnlich: „Wir gewinnen 5:3, weil wir in der Offensive gefährlich, hinten aber oftmals zu offen stehen.“ (rax)

 

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Westricher Rundschau - Nr. 65
Datum Donnerstag, den 17. März 2016

Unsere Trainingszeiten

Montag

19.30-21.00 

Damen in Hundheim

 

Dienstag

18.00-19.30

B-Jugend in Hundheim

19:30-21:00

Aktive Herren in Hundheim

 

Mittwoch

19:15-20:15

AH-Training in Hundheim

 

Donnerstag

18.00-19.30

B-Jugend in Hundheim 

19.30-21.00 

Damen in Hundheim

 

Freitag 

18.00-19.30

C-Jugend in Hundheim
19.30-21.00

Aktive Herren in Hundheim

 

 

 

AH: Je nach Absprache, flexibele Trainingszeiten

Druckversion Druckversion | Sitemap
© VfR Hundheim-Offenbach 1921 e.V.